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| Lagerleben 1960: Die Mehrzweck-Splitterwehr, © Foto H./R. Koller |
In den ersten Lagern bildet die Splitterwehr neben dem Zeltplatz, abgesehen vom Lagerfeuer, das Zentrum. Als Aufenthaltsraum bei Regen, Lagerleiter-Büro und als Lagerküche - mit einer kläglichen Ausrüstung. Junge Mädchen werden als Küchenfeen engagiert für einen Lohn, der aus einem Passagierflug besteht. Einige dieser Feen werden dabei vom Segelflug-Virus angesteckt, oder es entstehen dauerhafte Bindungen mit einem Piloten.
1979 wird es bequemer für die Lager-Küchenfeen und ihre Gäste, weil eine zweite Baracke aufgestellt wird. Damit hat die Suche und der Transport von Küchenzelten ein Ende. Ausserdem können die Schleppflugzeuge nun an der neuen Zapfsäule tanken.
Die Baracken werden weiter ausgebaut. Sanitäre Anlagen, modernere Kücheneinrichtungen, neuzeitliche Kommunikationsmittel usw. Eine Ergänzung ist heute noch genau so beliebt wie 1981: Der von Michael "Mike" Keller installierte Fussballkasten, der unzählige Kinder jeglichen Alters zu hitzigen Spielen anspornt.
Im gleichen Jahr passiert auch die amüsante Geschichte mit einem ominösen Pflänzli, mit dem Mike die graue Treppe zur Baracke schmückt. Dieses Gewächs muss irgend jemand furchtbar gestört haben. Jedenfalls fährt eines Tages ein Drogenpolizist aus Sitten vor, der jedoch sehr bald merkt, dass die paar Zweiglein Hanf kein Kapitalverbrechen darstellen.
1987 wird Münster kurz nach dem Lager durch eine Unwetterkatastrophe heimgesucht. Der Münstigerbach tritt über die Ufer und übersät das Dorf und die Wiesen mit Felsblöcken, Sand und Erde. Viele Segelflugpiloten helfen im Herbst bei der Beseitigung des Schutts oder spenden namhafte Beträge als Unterstützung bei der Tilgung der Schäden.

